Ohm-Gymnasium

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 Das Ohm stellt sich vor

image002Siemenspartnerschaft 2007/2008 mit vielen neuen Projekten

Partnerschaft zwischen dem Ohm-Gymnasium und der Siemens AG

Dieses Schuljahr wurde an der Schule das von der Firma mit einem kleinen finanziellen Beitrag gesponserte Projekt „(Vernetzte) Kommunikation“ durchgeführt. Die technische Vernetzung sollte nicht außer Acht gelassen werden, die Kommunikation jedoch im Vordergrund stehen.

So fanden im Oktober am Nachmittag zwei Workshops für Lehrkräfte mit externen Fachleuten statt. Zum einen wurde der Kommunikations-wissenschaftler Herr Moritz Küffner für einen Rhetorik- und Präsentationskurs engagiert. Der Workshop bot jedem Teilnehmer die Möglichkeit, anhand einer 3-minütigen Präsentation zu einem Thema seiner Wahl, die eigene Präsentationsfähigkeit zu reflektieren und auszubauen. Eine Videoanalyse unterstützte zusätzlich die Selbstreflektion und das Bewusstwerden eigener Kommunikationspotentiale.

image004Auf die vielfachen Herausforderungen im Lehrerberuf reagiert der Körper mit vermehrter Anspannung. Lockerheit und Anspannung haben direkten Einfluss auf die Stimme. Wirkungsvolle Atem-, Stimm- und Bewegungsübungen entspannen die Hals- und Nackenmuskulatur und den Kehlkopf. Die Atemfunktion wird dabei gestärkt und Resonanzräume im ganzen Körper werden genutzt. Dies bewirkt Wohlspannung für den Organismus, lässt mehr Atemraum entstehen und bringt Stimmkraft. Die Atem- und Stimmpädagogin Frau Elke Rosenzweig versuchte einfühlsam bei Kerzenatmosphäre, den beteiligten Lehrkräften individuelle präventive Tipps gegen eine Beeinträchtigung des wichtigsten Werkzeugs eines Lehrers zu geben.



image006Für die Lehrerfortbildung „Das Internet als Lernplattform“ wurde aus dem Kollegium der Computerexperte StR Thomas Zapf gewonnen. Vom einfachen Datenaustausch bis hin zu komplexen Lernumgebungen mit virtuellen Klassenräumen bietet das Internet eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Lernens. Welche dieser neuen Arbeits- und Kommunikationsmöglichkeiten den Unterricht, aber auch die Vernetzung unter Lehrern begleiten und bereichern können, wurde anhand konkreter Beispiele vorgestellt. Insbesondere ein einfacher Zugang ohne große technische Hürden stand dabei im Mittelpunkt, um den Blick auf den pädagogischen Gehalt der Internetvernetzung nicht zu verstellen. Ein kurzer Abriss über die rechtlichen Rahmenbedingungen schloss die Fortbildung ab und ließ Raum für die anschließende Diskussion. Für das Schuljahr 2008/9 wird der Aufbau eines Lo-Nets an der Schule geplant.

image007Auch in vielen Klassen fanden themenbezogene Projekte statt. Da wurde in einer 9. Klasse auf einer Podiumsdiskussion über die Auswirkungen der sms-Kunstsprache auf die normale Gesprächskultur diskutiert, die Folgen einer starken Nutzung von Mobilfunkgeräten auf den menschlichen Körper und die Gesundheit erarbeitet, Gewalt auf dem Handy durch Happy slapping und Cyber bullying diskutiert, in einer 8. Klasse die Grundlagen der Kommunikation erörtert und das Konzept der „Gewaltfreien Kommunikation“ von Marshall Rosenberg an konkreten Lebens- und Unterrichtsbeispiele ausprobiert. Eine 11. Klasse verbesserte anhand von Videoanalysen die persönliche Ausdrucks- und Präsentationsfähigkeit. Eine 10. Klasse stellte sich einem kreativen Schreibwettbewerb in drei Kategorien: Elfchen (5-Zeilen-Lyrik), Kurzkrimi und Kurzgeschichte mit maximal 160 Zeichen (mehr passt nicht in eine sms-Nachricht). Jeweils ein gelungenes Beispiel:
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Kurzkrimi von Franziska Lehner:
Ein spitzer Schrei durchdrang die Stille der eisigen Nacht. Leichenblass und zitternd stand die junge Frau in der Mitte des Raums und starrte in die Ecke.

image009Kurzgeschichte von Louis Vayas:
Im Mondlicht schimmert ihr Lächeln, so schön,
finde für sie keine Beschreibung, möchte sie gern einmal wiedersehen.

image011Ein völlig neues Projekt war „Pensionäre auf die Schulbank“. Die von der Stadt angestoßene Idee traf im Kollegium anfangs nicht auf große Begeisterung, ist doch durch große Klassen in kleinen Räumen ein unbekanntes Wesen im Unterricht eher eine zusätzliche Belastung. Aber z.B. im LK Wirtschaft und Recht bewies der ehemalige Siemensianer Herr Grießmann, dass man mit einem gelungenen Referat aus der betrieblichen Praxis und durchdachten Beiträgen das Unterrichtsgeschehen eher bereichern kann. Zudem kann eine kritische Reflexion bei der Lehrkraft ohne den sonstigen schulischen Wertungsdruck erfolgen. Allerdings muss erwähnt werden, dass so mancher Pensionär erst gar nicht angetreten ist, nachdem er erfahren hat, dass ein aktiver Beitrag gewünscht wird und nicht nur ein zusätzlicher Zuhörer.

Seit diesem Schuljahr gibt es keine Zwischenzeugnisse mehr, sondern zwei Leistungsberichte. Dazu wies Herr OStR Burger das Kollegium in den Notenmanager, ein Notenverwaltungsprogramm, ein. Nach einer notwendigen Einarbeitungszeit und kleinen Anfangshindernissen überwiegen jetzt die Vorteile: schnellerer Zugriff, konsequente Eintragung, nützliche Zusatzfunktionen usw.. Mitteilungen an Lehrkräfte und Eltern erfolgen nun überwiegend papierlos über ESIS, dem Elterninformationssystem. Auch Eintragungen zu Elternsprechtagen sind jetzt über online-Anmeldung möglich. Rückmeldezettel müssen allerdings noch aus juristischen Gründen eingesammelt werden. So findet zunehmend eine vernetzte Kommunikation innerhalb und außerhalb der Schule statt. Der Elternbeirat bietet eine Tauschbörse auf der eigene Seite auf der Schulhomepage an, eine Börse lebt von einem vielfältigen Angebot, also ist Nutzung und Eintragung angesagt! Auch das SHS-Projekt (Schüler helfen Schülern oder der innerschulische Nachhilfemarkt) von Herrn StR Haubold findet sich hier.

Im April machte unter Führung von Frau StRin Jückstock-Kießling die Projektwoche „NettErlernen“ Teilaspekte der Kommunikation innerhalb der Schule zum Unterrichtsthema, jeden Tag stand ein anderes Motto im Mittelpunkt. Darüber hinaus fanden neue Projekte, wie die lange Nacht der Wissenschaften, aber natürlich auch die traditionellen Veranstaltungen statt, wie der Tag der Mathematik, der Girl’s Day, der Berufsinformationstag zu Beginn des Schuljahres, die Orientierungspraktika bei Power Generation in den Sommerferien, die Talent Academy oder Besuche von Schulklassen im Siemens-Forum. So besucht die Klasse 11c mit OStR Mittermeier die Ausstellung „Megacities“. Erwähnenswert sind auch die Vorträge im Siemens-Forum, zu denen Lehrkräfte eingeladen sind. Siemens unterstützte auch Fahrten zur Technikmesse nach Hannover und zum Deutschen Museum nach München. Am Schuljahresende treffen sich alle Partnerschulen der Region. Dabei stellen die Schüler sich gegenseitig jeweils soziale Projekte der eigenen Schule vor.

Für die erfolgreiche Zusammenarbeit im 11. Partnerschaftsjahr bedankt sich die Schule im Namen aller Schüler, ihrer Eltern und Lehrer stellvertretend bei Frau Benecke und Frau Ottmann von der Firma Siemens!

M.Reinhart

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