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 Das Ohm stellt sich vor

2004 Partnerschaft Ohm - SiemensPartnerschaftslogo

Die Siemens AG setzt für ihre Partnerschulen ein neues Konzept mit dem Motto "Qualität vor Quantität" um. Die Zahl der beteiligten Schulen soll von derzeit 122 auf nur mehr 50 reduziert werden, mit denen dann eine effiziente Zusammenarbeit auf der Basis eines konkreten Kooperationsvertrages mit festen Zielen und Evaluationsmaßnahmen verwirklicht werden soll. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind die Förderung naturwissenschaftlichtechnischer Kompetenz, der Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge sowie die Förderung von Schlüsselqualifikationen. Durchgeführte Aktionen sollen nicht nur schul-, sondern auch fächerbezogen dokumentiert werden. Die Experten, Referenten oder Kursleiter erhalten ein Feedback von den Lehrkräften und Schülern. Noch nicht oder nicht mehr berücksichtigten Schulen verbleibt nur der Status einer Kontaktschule.

Grundsätzlich sind Partnerschaften eine Beziehung auf befristete Zeit. So muss auch das Ohm-
Gymnasium Anstrengungen unternehmen, den "status quo" als "privilegierte" Schule zu erhalten und sich klarmachen, dass andere Schulen ebenfalls den Wunsch hegen, unseren Platz irgendwann einmal einzunehmen.

Die Intensivierung der Kontakte unserer Schule zur Firma Siemens im Schuljahr 2003/2004 ist als deutliches Zeichen dafür zu verstehen, wie sehr die Schulleitung und das Kollegium diese besondere Stellung zu schätzen wissen. Allerdings muss konstatiert werden, dass die zunehmende Arbeitsbelastung der Lehrer im Zuge der Einführung des G8 Probleme mit sich bringen dürfte, da die Organisation und Durchführung von Projekten und Betriebserkundungen nicht wenig Zeit erfordert.

Einige Aktionen während des Schuljahrs 2003/04 sollen kurz vorgestellt werden:
Bei der derzeitigen Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt sind gerade die Praktika von großer Wichtigkeit; schaffen sie doch neben den berufskundlichen Aspekten erste und bei Wiederholung verstärkte persönliche Beziehungen zur Berufswelt, die nach der Schulzeit existenzielle Bedeutung erlangen können.
So absolvierten alle 9.-Klassier ein viertägiges Praktikum (S. 141), davon die überwiegende Zahl bei unserem Partnerunternehrnen Siemens.

Das gleichfalls von Siemens angebotene 3-wöchige Praktikum für Oberstufenschüler bei Power Generation wird hoch geschätzt und erfreut sich reger Nachfrage. Im betrieblichen Schulungszentrum von Siemens in Nürnberg wurden einige Kollegen im Bereich Multimedia (Sicherheit im Netz, Intemetrecht und Webseitenerstellung) fortgebildet. Siemens unterstützte ferner die Ausstellung zur Suchtprävention "Einfach menschlich", (S. 167) die von mehreren Klassen besichtigt wurde


Die Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe sowie ein Teil des Kollegiums besuchten die Ausstellung "Vom Abakus zum Avatar" im Siemens-Forum.

Dazu ein kurzer Schülerbericht:
"Nach der Begrüßung mit "Leibni(t)zkeksen führte uns Bugbuster in den Ausstellungsraum im Siemensforum. Dann gingen wir im Schnelldurchlauf auf Entdeckungsreise zu den "Meilensteinen der Computerentwicklung"

Entwicklungsstufe 1: Speichern von Informationen
Nach der Einführung von Zahlzeichen hat alles mit dem Abakus begonnen. Rechenmaschinen mit Kugeln sind noch heute auf der ganzen Welt verbreitet.
Nachdem uns anschaulich das Binäre System (l oder 0) erklärt worden war, durfte Yili mit Hilfe einer Lochkarte (Loch oder Nichtloch) ein Lied für die Spielorgel erstellen.

Entwicklungsstufe 2: Elektronischer Speicher
Weit war der Weg nicht zum Relais, das quasi die elektronische Form des Binären Systems
darstellt (Strom oder Nichtstrom).

Entwicklungsstufe 3: Verkleinerung des Speichers
Die Computer mit unzähligen Relais (z.B. bei Zuse 3) waren noch riesengroß und daher für den privaten Gebrauch untauglich. Durch die Entwicklung von immer kleineren Transistoren und der Miniaturausführung von Integrierten Schaltkreisen auf einem Chip konnten endlich kleine Personal Computer hergestellt werden. Durch große Stückzahlen sanken die Kosten, und Programmhersteller wie Apple und Microsoft entwickelten leichter bedienbare Software ohne Befehlseingabe.

Entwicklungsstufe 4: Intelligente Computer
Die vorherige Befehlsfestlegung übten wir mit unserem menschlichen Computer "Ibrahim", der einen Fußball ins Tor schießen sollte. Leider ist es uns nicht geglückt. Die Programme von Fußballrobotern der Sony-soccer-League sind extrem verfeinert. Die Roboter erkennen ihre Lage auf dem Spielfeld sowie die ihrer Mitspieler und Gegenspieler mit Hilfe optischer Erkennungssysteme. Allerdings müssen sie auch noch das Tor und den Ball einberechnen. Diese Roboter werden nicht mit der Hand gesteuert, sondern müssen vollkommen selbstständig agieren.

Übrigens läuft ein Testversuch für die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland, bei dem der Schiedsrichter über einen Sender im Ohr informiert wird, ob Abseits vorliegt oder der Ball bereits hinter der Torlinie war. Dazu ist im Ball und in den Schienbeinschonern der Spieler jeweils ein Chip eingebaut.
Zuletzt erfuhren wir einiges über die Entwicklung von "Avataren", d.h. menschlichen Computerfiguren, die Gefühle zeigen.

Schließlich konnten wir noch selbst die interaktiven Möglichkeiten der Ausstellung erkunden; viele landeten allerdings in der Spieleecke! So kam es, dass einige von uns auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch etwas dableiben wollten."

M Reinhart

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