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Das Ohm stellt sich vor
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Exkursionen Geschichte
Bayerische Landesausstellung 2006 „200 Jahre Franken in Bayern“
Am 4.April öffnete die bayerische Landesausstellung 2006 „200 Jahre Franken in Bayern“ in dem Nürnberger Museum Industriekultur neben der Tafelhalle ihre Pforten. Nach dem Besuch der Landesaustellung 2004 in Forchheim, ist es fast schon so etwas wie eine gute Tradition des Ohm-Gymnasiums, die in der näheren Umgebung liegenden Landesausstellungen im größeren Rahmen zu besuchen. Die in diesem Jahr aufgenommene Thematik legt einen Besuch mit den 8. und 12. Klassen nahe. Schon der Titel verweist auf die napoleonische Ära. In dieser Zeit des Umbruchs verloren nicht nur viele Territorien ihre Reichsunmittelbarkeit ( so etwa neben der freien Reichsstadt Nürnberg auch das bis dahin zollerische Markgrafentum Kulmbach-Bayreuth, zu dem damals auch Erlangen gehörte), sondern gewann auch das moderne Bayern - nicht nur territorial – zusehends seine heutige Gestalt.
Neben dem eigentlichen Besuch der Ausstellung, bringt ein umfangreiches museumspädagogisches Begleitprogramm den Schülerinnen und Schülern einzelne Schwerpunkte näher.
Im ersten Themenkreis „Leonische Industrie“ wird im Zusammenhang mit den Leonischen Waren, diesen Gespinsten aus feingezogenem und flachgewalztem Metalldraht, deutlich, wie Handwerksbetriebe zu Industrieunternehmen wurden. So wird nicht nur eine allgemeine Erscheinung des 19.Jahrhunderts an einem Beispiel aus der fränkischen Heimat deutlich, sondern es lassen sich auch interessante Parallelen zu aktuellen Unternehmensgeschichten bis hin zur Globalisierung ziehen.
Im Themenkreis „Brauchtum“ können die Schülerinnen und Schüler nicht nur am eigenen Leib entscheiden, ob Trachten eher „trendy“ oder doch „out sind“, sondern werden anhand zahlreicher Beispiele auch mit den feinen dialektalen Unterschieden, die in Franken trotz zusehender Zurückdrängung der Mundart noch immer zu finden sind, vertraut gemacht.
Beim „Münzprägen“ schließlich, geht es richtig zur Sache: Hier ist Kraft und Anstrengung gefragt. Und es wird auch die Frage geklärt, warum man in der Schweiz mit Franken, in Franken aber nicht mit Schweizern zahlt. Nachdem nun alle erschöpft die Ausstellung verlassen, hat der Besuch hoffentlich nicht nur einige historische Stoffe lebhaft werden lassen, sonder auch Einiges zur Klärung der Identität unserer Heimatregion beigetragen.
Hans-Martin Kühl
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